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Veröffentlicht am 13. Oktober 2026

Dieser Beitrag wurde mit KI erstellt: Text und Titelbild sind KI-generiert. Redaktionell geprüft und freigegeben von Marcel Kuhn, matd ag. Mehr zum KI-Einsatz bei matd

KI-generiertes Titelbild: KI-Reifegrad Marketing: Wo KMU stehen & nächste Schritte
KI-generiertes Bild. Die dargestellte Szene ist nicht real.

KI-Reifegrad im Marketing: Wo KMU wirklich stehen und wo der nächste Schritt hingeht

Viele KMU-Geschäftsführer und Marketing-Verantwortliche stellen sich aktuell die gleiche Frage: «Nutzen wir KI eigentlich schon produktiv – oder sind wir abgehängt?» Die Antwort ist oft unklar. Experimente mit ChatGPT hier, ein automatisiertes Mailing dort – aber wo das Unternehmen insgesamt steht, bleibt diffus.

Die gute Nachricht: Sie sind nicht allein. Aktuelle Studien aus der Schweiz und Deutschland zeigen, dass die grosse Mehrheit der KMU noch am Anfang steht – und dass es klare, gangbare nächste Schritte gibt, abhängig vom eigenen Reifegrad.

Wo Schweizer KMU beim Marketing-KI-Einsatz wirklich stehen

Die Zahlen aus der Schweiz sind eindeutig: Erst jedes fünfte KMU (21%) setzt heute KI-Tools im Marketing ein. Das zeigt die repräsentative Studie «KMU Digital Pulse 2026» von localsearch und der Hochschule Luzern (Mai 2026, 504 befragte Marketing-Verantwortliche).

Besonders auffällig: Der Reifegrad hängt stark von der Unternehmensgrösse ab. Während mittlere Unternehmen zu 49% KI im Marketing nutzen, sind es bei kleinen Unternehmen 39% und bei Mikrounternehmen nur 18%. Da Mikrounternehmen 90% aller Schweizer KMU ausmachen, liegt hier das grösste Potenzial – und die grösste Lücke.

Das KI-Sichtbarkeits-Problem

Noch alarmierender: Rund sechs von zehn KMU (58%) haben noch nie nachgeschaut, welche Informationen KI über ihr Unternehmen ausgibt. Bei Mikrounternehmen sind es sogar 60%. Das bedeutet: Die meisten KMU wissen nicht, wie sie in ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini dargestellt werden – während immer mehr Kunden genau dort nach Anbietern suchen.

Warum KMU zögern

Die häufigste Hürde ist nicht technischer, sondern strategischer Natur: 44% der KMU sehen keinen klaren Nutzen oder Bedarf für KI im eigenen Unternehmen. Gleichzeitig gibt mehr als die Hälfte an, dass mindestens eine Wissenshürde besteht (57%), und nur 27% trauen sich zu, KI sinnvoll einzusetzen.

Dabei zeigen Unternehmen, die bereits eingestiegen sind, klare Nutzeneffekte: 59% erwarten, dass sich Marketingaufgaben schneller erledigen lassen, 58% einen geringeren Arbeitsaufwand und 55% ein wirksameres Marketing.

Schweiz holt auf – aber langsam

Im Vergleich zum Vorjahr ist Bewegung erkennbar: Die aktive KI-Integration in Schweizer KMU sprang von 22% (2024) auf 34% (2025), zeigt die AXA KMU-Arbeitsmarktstudie 2025. Unter den Nutzern berichten 57% von Zeitgewinnen (2024: 46%), und 45% bewerten KI als positiv für ihr Unternehmen (2024: 35%).

Die Schweiz holt also auf – die Marketing-spezifische Durchdringung bleibt aber mit 21% deutlich hinter der allgemeinen KI-Nutzung (34%) zurück.

Deutschland: Höhere Nutzung, aber meist nur punktuell

In Deutschland liegt die KI-Nutzungsquote höher: 37% der Unternehmen nutzen KI, bei Unternehmen bis 49 Mitarbeitenden sind es 35,6%, bei 50 bis 249 Mitarbeitenden 56,1% und ab 250 Mitarbeitenden 66,3%, so der IW Köln Report «Künstliche Intelligenz als Wettbewerbsfaktor» (Juni 2025).

Allerdings gilt auch hier: Der KI-Einsatz erfolgt meist nur punktuell in einzelnen Unternehmenbereichen und selten unternehmensweit. Das deckt sich mit dem Bild aus der Schweiz: Viele Unternehmen experimentieren, aber systematische Integration bleibt die Ausnahme.

Die drei Marketing-KI-Reifegrad-Stufen

Eine umfassende Studie von Maximal.Digital (Februar–September 2025, 455 befragte KI-Verantwortliche in deutschen KMU und mittelständischen Unternehmen) hat ein Reifegrad-Modell entwickelt, das auch für Schweizer Marketing-Verantwortliche hilfreich ist:

Level 1 – Experimentell (38%)

Level 1 – KI-Bewusst (38%): KI wird punktuell und experimentell genutzt, keine Strategie.

Typische Merkmale:

  • ChatGPT oder ähnliche Tools werden ad hoc für Texte oder Ideen genutzt
  • Kein Überblick, wer im Unternehmen welche KI-Tools nutzt (Schatten-KI)
  • 68% haben keine KI-Strategie oder Roadmap
  • Wissenshürden dominieren: «Wir wissen nicht, was möglich ist»

Ihr nächster Schritt:

  1. Standortbestimmung durchführen: Inventarisieren Sie, wo im Unternehmen KI bereits genutzt wird – auch informell. Eine Umfrage im Team oder ein Workshop genügen.
  2. Quick Wins identifizieren: Laut atedo/ZHAW Marketing Automation & AI Studie 2024 nutzen 40% KI für Lead Research, 35% für Personalisierung und 30% für automatisierte Kundenansprachen. Diese Use Cases sind niedrigschwellig und zeigen schnell Wirkung.
  3. 1-Seiten-Roadmap erstellen: Kein 60-Seiten-Strategiepapier, sondern eine übersichtliche Priorisierung von 5–7 Use Cases für die nächsten 12 Monate.
  4. Wissenshürden abbauen: Pragmatische Schulungen oder ein externes Sparring helfen, die Scheu vor dem Einstieg zu überwinden.

Level 2 – Strukturiert (36%)

Level 2 – KI-Aktiv (36%): Erste strukturierte KI-Projekte, beginnende Strategieentwicklung.

Typische Merkmale:

Ihr nächster Schritt:

  1. Datenqualität verbessern: Starten Sie mit einer 2-wöchigen Stichprobe: Welche Daten haben Sie, welche fehlen, welche sind veraltet? 76% kämpfen mit diesem Problem – Sie sind nicht allein.
  2. Systematische Schulungen etablieren: Bilden Sie KI-Botschafter im Team aus, die als Multiplikatoren wirken. Das senkt Vorbehalte und baut Kompetenz auf.
  3. Change Management aktiv angehen: Zeigen Sie frühe Erfolge (z. B. Zeitgewinne) transparent im Team. 57% der Nutzer in der Schweiz berichten bereits von Zeitgewinnen – kommunizieren Sie solche Erfolge intern.
  4. ROI messen: Definieren Sie KPIs für Ihre KI-Projekte. Als Benchmark: 82% der Unternehmen in Deutschland berichten von Produktivitätssteigerungen durch generative KI, im Schnitt 13% pro Jahr.

Level 3 – Systematisch (18%)

Level 3 – KI-Kompetent (18%): Mehrere erfolgreiche KI-Projekte, klare Strategie und Governance.

Typische Merkmale:

  • KI ist in mehrere Marketing-Prozesse integriert (Lead Management, Content, Personalisierung)
  • Klare Governance und Verantwortlichkeiten sind definiert
  • ROI wird gemessen, Erfolge sind dokumentiert
  • Das Unternehmen wird intern als «KI-affin» wahrgenommen

Ihr nächster Schritt:

  1. Skalierung vorantreiben: Nutzer wollen mehr – integrieren Sie KI auch in andere Bereiche (Vertrieb, Kundenservice, Operations).
  2. Governance etablieren: Definieren Sie Leitplanken (Datenschutz, Qualitätssicherung, EU AI Act Compliance), damit KI-Nutzung nicht zum Risiko wird.
  3. Unternehmensweite KI-Kultur verankern: Machen Sie KI-Kompetenz zum festen Bestandteil von Onboarding und Weiterbildung.

Was Marketing-KI heute konkret leistet

Die atedo/ZHAW-Studie (2024, über 400 Unternehmen in der Schweiz und Deutschland) zeigt, welche Marketing-Anwendungen heute bereits produktiv laufen:

  • 40% nutzen KI für Lead Research: Automatisierte Recherche von Zielkunden, Ansprechpersonen und relevanten Informationen
  • 35% für Personalisierung: Individuelle Ansprache basierend auf Verhalten, Branche oder Phase in der Customer Journey
  • 30% für automatisierte Kundenansprachen: E-Mail-Sequenzen, Follow-ups, Nurturing-Kampagnen

Interessant: 74% der KMUs geben an, dass die KI-gestützte Personalisierung von Kundenbeziehungen hohe Priorität hat – aber nur 23% nutzen KI systematisch für Kundenkommunikation. Hier klafft eine erhebliche Lücke zwischen Absicht und Umsetzung.

Der Business Case: Lohnt sich der Aufwand?

Eine berechtigte Frage. Die Zahlen aus Deutschland geben eine klare Antwort: 82% der Unternehmen berichten von Produktivitätssteigerungen durch die Nutzung von generativer KI. Im Schnitt liegen diese bei 13% pro Jahr.

Ein Rechenbeispiel für ein KMU mit 50 Mitarbeitenden:

  • 50 Mitarbeitende × 40 Stunden/Woche × 50 Wochen = 100'000 Stunden/Jahr
  • 13% Produktivitätssteigerung = 13'000 Stunden/Jahr
  • Bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 50 CHF (Marketing-Kontext) = 650'000 CHF Wertschöpfung

Selbst wenn Sie nur 5% davon realisieren (konservative Annahme), sprechen wir von 32'500 CHF pro Jahr. Typische Investitionen für KI-Tools und Schulungen in Level 1–2 liegen bei 10'000–30'000 CHF – der ROI ist also innerhalb von 1–3 Jahren erreichbar.

Wo Sie jetzt ansetzen sollten

Egal, ob Sie bei Level 1, 2 oder 3 stehen – der nächste Schritt ist immer der gleiche: Klarheit vor Komplexität.

Bevor Sie Tools kaufen oder Agenturen beauftragen, sollten Sie wissen:

  • Wo nutzen wir KI bereits (auch informell)?
  • Welche Prozesse kosten uns am meisten Zeit oder Geld?
  • Welche Quick Wins können wir in den nächsten 3 Monaten realisieren?

Erst dann lohnt sich die Investition in Tools, Schulungen oder externe Unterstützung.

Fazit: Die meisten KMU stehen am Anfang – und das ist in Ordnung

Die Zahlen zeigen: Nur jedes fünfte Schweizer KMU nutzt KI im Marketing produktiv, 60% haben ihre KI-Sichtbarkeit nie geprüft, und die grosse Mehrheit steht bei Level 1 oder 2. Sie sind also nicht abgehängt – Sie sind in guter Gesellschaft.

Entscheidend ist nicht, dass Sie schon «alles richtig» machen. Entscheidend ist, dass Sie wissen, wo Sie stehen, und den nächsten Schritt gehen: Standortbestimmung, Quick Wins, Datenqualität, Schulung, Skalierung – je nach Reifegrad.

Die Unternehmen, die heute systematisch einsteigen, sichern sich einen messbaren Wettbewerbsvorteil. Die Produktivitätssteigerungen sind belegt, die Use Cases erprobt, die Tools verfügbar. Was fehlt, ist oft nur der strukturierte Einstieg.

Unsere Einschätzung

Offenlegung: Dieser Abschnitt ist eine redaktionelle Einschätzung von matd ag — eine Meinung, die die oben belegten Fakten einordnet, aber keine neuen Fakten oder Zahlen einführt. matd ag ist selbst Anbieter in diesem Markt; wir vergleichen offen und fair, statt Wettbewerber schlechtzureden.

Aus unserer Sicht bei matd ist der grösste Fehler nicht, dass KMU zu langsam sind – sondern dass viele ohne Orientierung starten. Sie kaufen Tools, buchen Workshops, experimentieren mit ChatGPT – aber wissen nicht, wo sie im Reifegrad-Spektrum stehen und welcher nächste Schritt für ihr Unternehmen konkret Sinn macht.

Die Studien zeigen: 68% haben keine Strategie, 76% kämpfen mit Datenqualität, 82% haben Kompetenzlücken. Das sind keine individuellen Versäumnisse, sondern systematische Hürden. Wer hier ohne Standortbestimmung loslegt, verschwendet Budget und verliert Vertrauen im Team.

Unsere Empfehlung: Investieren Sie die ersten 1–2 Tage nicht in Tools, sondern in Klarheit. Wo stehen wir? Welche Prozesse kosten uns wirklich Zeit? Welche 3 Quick Wins können wir in 90 Tagen zeigen? Erst dann lohnt sich der Schritt zu n8n, Make oder Custom Pipelines – weil Sie dann wissen, wofür.

Das gilt übrigens auch für grössere Player: Auch auf Level 3 ist die Versuchung gross, «mehr Tools» mit «mehr Wirkung» gleichzusetzen. Aber Skalierung ohne Governance wird schnell zum Risiko. Die 18%, die systematisch arbeiten, haben nicht unbedingt mehr Budget – sie haben klarere Prioritäten.

Fairerweise muss man sagen: Klassische Marketing-Agenturen bieten heute oft KI-Schulungen oder GenAI-Workshops an, und das ist ein guter Einstieg. Aber wenn Sie sowohl die technische Umsetzung (Automatisierung, API-Integrationen) als auch die strategische Roadmap aus einer Hand brauchen, wird es dünn. Hier liegt unser Fokus: Wir kombinieren beides – Technologie und Leadership – und starten immer mit der Frage, wo Sie wirklich stehen.


Sie möchten wissen, wo Ihr Unternehmen im Marketing-KI-Reifegrad steht und welche konkreten nächsten Schritte für Sie sinnvoll sind? Wir bieten eine kostenlose Standortbestimmung an – Sie erhalten Klarheit über Ihren Status, Quick Wins und eine kompakte 1-Seiten-Roadmap, ohne Vendor Lock-in und ohne Hype. die Engagement-Modelle ansehen.

Quellen